Interview mit Stefan Restemeier (leuchtstoff*)

Stefan Restemeier studierte Architektur an der BTU Cottbus-Senftenberg und schon während des Studiums gründete er 2003 die Lichtmanufaktur leuchtstoff*. Mit seinen architektonischen Leuchten hat er schon viele spannende Orte erhellt wie Kirchen, Museen, Kunstgalerien, Hotels, Konferenzräume, Praxen und sogar die Aufführung „Ich, Judas“ von Ben Becker und die TV-Serie „Magda macht das schon“. Inzwischen sind seine ästhetisch hochwertigen Designerleuchten mehrfach preisgekrönt und beleuchten auch die Premium Konferenzräume des STARTBLOCK B2.

Hallo Stefan, wie hilft Dir das Architekturstudium bei den Anforderungen deiner Lichtmanufaktur?
Nun, es hilft insbesondere bei der Herangehensweise an Entwürfen und bei der Gestaltung sowie bei der Entwicklung von Produkten, aber auch beim generellen Herangehen an Aufgaben und dabei, diese zu lösen. Ebenso für das Arbeiten mit verschiedensten Programmen, wie dem Zeichen mit CAD  oder dem Arbeiten mit CNC Maschinen. Dabei sind die Kenntnisse aus dem Studium eine wichtige Grundlage. Dazu muss man wissen, dass ich vor Beginn des Studiums eine Ausbildung als Industriemechaniker bei der Deutschen Bahn abgeschlossen habe. Diese Kombination vereint sich in meiner jetzigen Tätigkeit hervorragend, denn die Fähigkeit des räumlichen Denkens, das Verständnis für die Verarbeitung verschiedenster Materialen und die planvolle Erstellung von Entwürfen machen meine aktuelle Arbeit aus.

Wie bist Du auf die Idee gekommen Leuchten und Lichtkonzepte herzustellen?
Da ich mich schon immer für Design interessiert habe und damals mit etwa 18 Jahren kein Geld für eine schöne Einrichtung meiner ersten Wohnung hatte, begann ich, mir selbst Möbelstücke und Deko zu bauen. In dieser Zeit habe ich auch die ersten Leuchten entwickelt und gebaut. Die ersten Leuchten entstanden tatsächlich unter anderem aus Schrott von alten Loks. 2003, parallel zum Beginn meines Studiums, habe ich mich aufgrund der hohen Nachfrage selbständig gemacht. Es begann mit der Herstellung von Leuchtschildern für Gewerbe, wie zum Beispiel der Schriftzug des Cafés Coffeelatte am Altmarkt in Cottbus oder der Geschäfte Aquarella und Optik21. Aber auch international war ich relativ schnell tätig, so beispielsweise für Phillip Plein. 2009 habe ich das Unternehmen dann „leuchtstoff*“ genannt und angefangen eigene Produkte zu entwickeln, da die Planung und Auftragsarbeiten für Kunden selten fertig und nicht auskommend honoriert wurden. Als Architekt in einem Architekturbüro zu arbeiten, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, da es damals noch die „Generation Praktikum“ gab. Meint, die Arbeit wurde nicht oder nur schlecht bezahlt.

Du lebst und arbeitest in Cottbus und hast auch hier gegründet. Was macht die Stadt für Dich und Dein Unternehmen attraktiv?
Für mich zeichnet sich Cottbus insbesondere durch sein tolles und weit verzweigtes unternehmerisches Netzwerk aus, das mir als Gründer eine große Stütze war. Die Bekanntschaften von früher sind teilweise zu Freundschaften geworden und diese sind ein Aspekt, weshalb ich mich mit der Stadt Cottbus verbunden fühle. Außerdem hat sich Cottbus in den letzten Jahren unternehmerisch, kulturell und in anderen Bereichen weiterentwickelt und diese Entwicklung ist noch lange nicht am Ende. Da ich meine Produkte überwiegend überregional und in die D.A.CH.-Region verkaufe, könnte die Produktion theoretisch auch an einem anderen Standort erfolgen. Das ist aber nicht geplant.

Woran erinnerst Du Dich am liebsten aus Deiner Studienzeit?

Im Allgemeinen an das Studentenleben, den Campus unser Atelier und bezüglich Letzterem den dort gelebten Teamgeist. Wir waren eine sehr harmonische und starke Gruppe, jeder war für sich in seinem Bereich gut und im Team haben wir sehr gut gearbeitet. Das Entwerfen hat Spaß gemacht, was man im echten Berufsleben aber dann doch nicht mehr wirklich macht. Und letztendlich unsere UNI-Parties, diese waren legendär.

leuchtstoff* kurz gefasst!

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