Interview mit Ricardo Remus (Sonocrete)

Als wissenschaftliche Hilfskraft und Gewinner der Betonkanu Regatta entdeckte Ricardo Remus seine Leidenschaft für Beton während des fachhochschulischen Bauingenieurbachelors an der BTU Cottbus-Senftenberg. Nach dem Master in Potsdam und der Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus Universität Weimar, kehrte er zurück nach Cottbus, um mit der Unterstützung des Gründungszentrums Zukunft Lausitz Sonocrete zu gründen. Zusammen mit Dr. Christiane Rößler (Uni Weimar) und den BTU Alumni Paul Schötzigk (Bauingenieur) und Max Jentzsch (Maschinenbau) entwickelt seine Firma eine neue Mischtechnologie für Betonwerke, die nicht nur finanzielle Vorteile verspricht, sondern auch das Klima schützt. Beides motiviert ihn gleichermaßen, die Prototypen zur Marktreife zu bringen.

Hallo Ricardo, wie bist Du zur Gründung gekommen?
Ich habe während meiner Promotion den Einsatz von Ultraschall zur Betonherstellung erforscht und vielversprechende Ergebnisse erzielt. Das sichtliche Potenzial weckte meinen Ehrgeiz, ein Unternehmen zu gründen. Letztendlich mussten aber die Bedingungen stimmen mit Fördermitteln, Räumlichkeiten und einer Anbindung an die Hochschule – auch das private Umfeld musste stimmen. Das alles habe ich in Cottbus vorgefunden und deshalb hier gegründet.

Wie hast Du dich durch die Gründung verändert?
Die Risikobereitschaft und Leidenschaft, die in so einer Gründung steckt, verändert einen natürlich. Man braucht und kriegt mehr Mut Sachen umzusetzen und zu machen.

Was empfiehlst Du Studierenden zur Gründung?
Habt Mut zur Gründung und keine Angst vorm Scheitern! Ein Wandel zur nachhaltigeren Industrie funktioniert, wenn man bereit ist seine Ideen in die Tat umzusetzen. So entstehen disruptive Technologien. Natürlich braucht man einen soliden Businessplan, da hilft die Gründungsberatung, aber dann sollte man zeitnah los legen, um wirklich voran zu kommen.

Ricardo Remus

Sonocrete kurz gefasst!

Dieses Interview wurde ursprünglich auf der Alumni-Seite der BTU Cottbus-Senftenberg veröffentlich.
Foto: Sebastian Rau (BTU Cottbus-Senftenberg)

Interview mit me energy

me energy produziert Ladestationen, die in der Lage sind 200 km Reichweite in nur 15 Minuten aufzuladen. Die Stationen benötigen keinen Anschluss an das Stromnetz, sondern produzieren ihren eigenen Strom.