Interview mit André Röhrig (BRAVIS)

André Röhrig studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Cottbus und gründete 2006 BRAVIS, die datenschutzkonforme Tools für Videokonferenzen anbieten. Vor der Corona-Pandemie waren Videokonferenzen noch selten und unbekannt, inzwischen gehören sie zum Berufsalltag der meisten Menschen. BRAVIS bietet Kunden, die Wert auf Sicherheit und Datenschutz legen, wie zum Beispiel der Deutsche Bundestag, eine hochwertige Lösung Made in Cottbus an.

Hallo André, Du hast Wirtschaftsingenieurwesen in Cottbus studiert, wie hilft Dir das Studium bei der Entwicklung und Geschäftsführung von BRAVIS?
Durch die Vertiefung Informatik im Studiengang kann ich mich in die beiden Welten der Softwareentwicklung und Betriebswirtschaftslehre hineindenken und beides miteinander verbinden. Das ist aus meiner Sicht eminent für die Geschäftsführung und hilft mir, besonders die Prozesse in einem Unternehmen der IT-Branche zu verstehen und die Mitarbeiter*innen zu lenken.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Lösung für Videokonferenzen zu entwickeln und BRAVIS zu gründen?
Während des Studiums bin ich im Labor beim Lehrstuhl Rechnernetze und Kommunikationssystem bei Prof. König mit der Forschung zum Peer to Peer Videokonferenzsystem BRAVIS in Kontakt gekommen und wurde aufgrund der Kompetenzen im Wirtschaftsingenieurwesen gebeten, einen Businessplan zu schreiben. Das war der Beginn des Unternehmens BRAVIS.

Inzwischen musst Du sicherlich niemanden mehr erklären, was eine Videokonferenz ist. Wie hat die Corona-Pandemie euer Unternehmen beeinflusst?
BRAVIS hat seinen Umsatz in der Pandemie stark gesteigert und ist trotzdem immer noch ein Produkt, das nur für spezielle Zielgruppen, die ein Bedürfnis an hochsicherer Übertragung und Datenschutz haben, interessant. Da die Sensibilität dafür allerdings auch wächst, gewinnt auch BRAVIS zunehmend Kund*innen. Zudem ist BRAVIS optimal für kleinere Projektgruppen und deren agiles Arbeiten, da die Software ähnlich wie ein Telefon funktioniert. Man muss sich eben nicht erst einen Link schicken, um in Wort und Bild kommunizieren zu können, sondern das Gespräch braucht nur einen Klick. Unser absolutes Alleinstellungsmerkmal, Videokonferenzen auch „inhouse“ aufsetzen zu können, ohne ein Bit ins Internet schicken zu müssen, macht uns besonders interessant für Anwendergruppen, wie zum Beispiel den Deutschen Bundestag und dessen PARLAKOM Netz.

Du lebst und arbeitest in der Region und hast auch hier gegründet. Was macht die Region für Dich und Dein Unternehmen attraktiv?
Mittlerweile lebe ich in Brieske und pendle jeden Tag nach Cottbus. Ich mag Cottbus, weil es die Vorzüge einer Großstadt mit denen einer kleineren Stadt vereint. Alles was man braucht ist schnell und unkompliziert erreichbar und man genießt die Vorteile einer Großstadt, wie zum Beispiel das Staatstheater.

Woran erinnerst Du Dich am liebsten aus Deiner Studienzeit?
Ich mag die Universität und habe mich explizit für Cottbus entschieden, weil sie klein und übersichtlich ist und mir die Möglichkeit gegeben hat, auch mal mit den Forschenden und Lehrenden in einen intensiveren Austausch zu kommen. Auch BRAVIS wäre ohne diese Nähe wahrscheinlich nicht entstanden. Ich war in meiner Studienzeit zwei Jahre lang Mitglied des Senats und das in einer Zeit als der Bologna Prozess, also die Umstellung von Diplom auf Bachelor und Master stattgefunden hat. Das war sehr spannend.

BRAVIS kurz gefasst!

André Röhrig

Foto: Alexander Rentsch

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